Flüssigfütterungen

Die Flüssigfütterungsanlage ist ein wesentlicher Bestandteil im modernen, tierfreundlichen Schweinestall. Eine leistungsbezogene, tiergerechte Fütterung der Schweine ist entscheidend für Ökologie und Umwelt. Durch tägliches Anpassen der Futterrationen (Phasenfütterung) an die Leistungen der Schweine werden die Phosphor- und Stickstoffausscheidungen in der Gülle gesenkt.

In der Schweinehaltung gilt das Futter als wichtigster Kostenfaktor. Die Fütterung kostet mehr als die Hälfte der gesamten Produktion! Eine genaue, auf Bedarf und Leistung der Tiere abgestimmte Fütterung, ist Voraussetzung für den finanziellen Erfolg. Unter diesen Gesichtspunkten bauen wir mit Hilfe von zuverlässiger Mechanik und modernster Computertechnik Fütterungsanlagen.

 

Warum Flüssig- und Computerfütterung?

In der Schweinehaltung ist das Futter der wichtigste Kostenfaktor. In Zucht und Mastbetrieben kostet die Fütterung mehr als die Hälfte der gesammten Produktion! Eine genaue, auf den Bedarf und die Leistung abgestimmte Fütterung ist Voraussetzung für den finanziellen Erfolg. Nebenprodukte und betriebseigene Futtermittel verbilligen in der Regel die Fütterung und sind bei richtigem Einsatz ein taugliches Mittel um die Wirtschaftlichkeit in der Schweinehaltung zu verbessern. Für den optimalen Einsatz von Nebenprodukten und die exakte Dosierung der Ergänzungs- Kraftfutter braucht es Hilfsmittel.

  • um die Genauigkeit zu gewährleisten
  • um den Arbeitsaufwand in Grenzen zu halten

Lösungen zu den oben aufgeführten Punkten bieten Flüssigfütterungsanlagen. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Mechanisierungsstufen.

 

Systeme

  • Einfache Flüssigfütterung (Verschlauchung). Diese bietet nur arbeitstechnische Erleichterungen, können aber bei intelligenter Planung weiter ausgebaut werden.
  • Flüssigfütterung mit elektronischer Waage mit Hilfe einer.Elektronischen Waage können die Komponenten beim Ein- und Ausdossieren gemessen werden. Gearbeitet wird mit einem Rationenplan den ein Fachmann erstellen sollte.
  • Flüssigfütterung mit Waage und Anmischcomputer.Eine Prozessorsteuerung mit einem Fütterungsprogramm berechnet die Mischungen und zeigt dem Benutzer die benötigten Mengen auf einer Anzeige an. Es besteht auch die Möglichkeit Mischungen automatisch zubereiten zu lassen. Vollautomatische ComputerfütterungsanlageFuttersuppen und Rationen werden vollautomatisch berechnet und zubereitet, bzw. verteilt. Es kann ohne zusätzliche Arbeit mehrmals und mit verschiedenen Suppen gefüttert werden.

 

Wirtschaftlichkeit

Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Fütterungsanlagen im Allgemeinen und von Computerfütterung im Besonderen stellen ein komplexes Thema dar und können nicht allgemeingültig beantwortet werden. Viel mehr muss von Fall zu Fall beurteilt werden ob eine Fütterungs-anlage wirtschaftlich eingesetzt werden kann.

Dies erfolgt dadurch, dass man die nötigen Investitionskosten den realistischen Einsparungen gegenüberstellt und so einen Vergleich zwischen Aufwand und Ertrag erhält. Als Grundlage für die zu erwartende realistische Kostensenkung sollen folgende Faktoren Entscheidungshilfen bieten.

 

Faktor Arbeit

Die Verfütterung von Neben- und Betriebseigenen Produkten verursacht mit einer Fütterungsanlage keinen grossen Arbeitsaufwand. Für viele Futtermittel stellt die Flüssigfütterung das einzige sinnvolle Arbeitsverfahren dar (z.B. für Schotte). Mit einer Fütterungsanlage kann Arbeitszeit eingespart werden, die an anderer Stelle besser genutzt wird. Z.B. für die Überwachung und Betreuung der Tiere, für das Herdenmanagement, zur Entlastung der Arbeitskräfte in Spitzenzeiten und bei Freizeitablösungen.

Falls mit einer Flüssigfütterungsanlage sogar Personal eingespart werden kann, wäre das ein entscheidender Kostenfaktor. Bei einer Computerfütterung entfällt die manuelle körperliche Arbeit zu einem grossen Teil. Frauen, Kinder oder ältere Menschen können somit die Tiere problemlos betreuen. Fressenszeiten müssen, obwohl es zu empfehlen wäre, nicht mehr unbedingt Präsentszeiten sein. Dadurch wird der Benutzer unabhängiger.

 

Faktor Tiergesundheit

Bei Flüssigfütterungen ist eine genügende Wasserversorgung der Tiere gewährleistet. Dieser Umstand wirkt sich positiv aus in Bezug auf Oedemprobleme in der Mast oder auf eine befriedigende Milchleistung im Abferkelstall. Computerfütterungsanlagen verfügen über wichtige Funktionen, welche die Tiergesundheit positiv beeinflussen. So kann der Computer z.B. die Rationen täglich neu berechnen und dabei Alter und Leistung der Tiere berücksichtigen.

Die richtige Nährstoffversorgung der Tie-re wird durch die EDV laufend angepasst. Viele tiergerechte Haltungssysteme rufen geradezu nach einer Computerfütterung, denn gerade bei Gruppenhaltungen ist es wichtig den Bedürfnissen des einzelnen Tieres Rechnung zu tragen. Eine optimale Fütterung hilft bessere Fruchtbarkeitsresultate zu erzielen.

 

Faktor Futterkosten

Durch genaue Berechnung und Zuteilung der Futterrationen werden die Fütterungskosten auf ihr Optimum beschränkt.
Kostenvorteile werden durch besserer Ergebnisse erzielt. (Verbesserung der Futterverwertung) Mit dem Einsatz von betriebseigenen Futtermitteln und Nebenprodukten lassen sich die Kosten oftmals entscheidend senken. Bedingung für eine erfolgreiche Anwendung ist jedoch die genaue Einhaltung der Futterpläne. Nur so lässt sich verhindern, dass Qualität oder Leistung negativ beeinflusst werden

 

Faktor Betriebsführung

Mit den vom Computer gelieferten Zahlen über die technischen und wirtschaftlichen Ergebnissen des Betriebes stehen aussagekräftige Entscheidungshilfen zur Verfügung. Z.B. über die Mast- oder Zuchtleistungen, die Wirtschaftlichkeit einzelner Futtermittel, den Erträgen aus der Schweinehaltung usw. Psychologische Aspekte spielen eine Rolle; weil der Computer Zahlen liefert steigt die Motivation zur laufenden Verbesserung der Ergebnisse.

 

Bemerkungen

Um wieviel sich effektiv durch Fütterungscomputer die Arbeitszeit senken, die Futterverwertungen verbessern, die Fruchtbarkeit erhöhen oder andere Faktoren beeinflussen lassen, muss individuell ermittelt werden. Gesicherte Unterlagen aus Versuchen oder Erhebungen existieren darüber noch nicht.

Eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg stellt auch die Betriebsgrösse dar. Es ist aber zu beachten, dass durch die Entwicklung von kostengünstigen Kleincomputern und durch einen gewissen Konkurrenzkampf der Anbieter auch für den Kleinbetrieb finanziell tragbare Lösungen vorhanden sind. Will man mit Nebenprodukten und Fütterungs-anlagen Erfolge erzielen ist eine gute Beratung entscheidend. Dieser Grundsatz gilt für die Planung ebenso wie für den täglichen Einsatz.

Um gute Resultate zu erreichen müssen exakte Futterkurven erarbeitet und die Gehaltswerte der Komponenten periodisch überprüft werden. Es ist wichtig, dass die Kommunikation zwischen Tierhalter, Futterlieferant und Anlagebauer funktioniert und von Zeit zu Zeit ein Erfahrungs-austausch stattfindet.

 

Zusammenfassung

  • Ohne Flüssigfütterung ist der Einsatz von be-triebseigenen- und Nebenprodukten wegen des hohen Arbeitsaufwandes nicht zu empfehlen.
  • Man unterscheidet zwischen verschiedenen Mechanisierungsstufen. Je mehr Automatik auf einem Betrieb eingesetzt wird, um so wichtiger wird die Kontrolle! Für den Einsatz von Neben-produkte sollte mindestens die Möglichkeit einer Waage vorhanden sein.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Fütterungsanlagen hängt von verschiedenen Faktoren ab und muss von Fall zu Fall abgeklärt werden.
  • Kostenverbesserungen sind in den Bereichen Arbeitstechnik, Tiergesundheit,
  • Futterkosten und Betriebsführung zu erzielen.
  • Eine umfassende Beratung schützt vor Fehlinvestitionen und ermöglicht die erfolgreiche Nutzung der Fütterungsanlage.